Reichen 351 Euro im Monat zum Leben? Für Uwe Glinka und Kurt Meier schon: Die beiden haben einen Kochplan entwickelt, der sich am Hartz-IV-Budget orientiert. Sie rechnen vor: Gesundes und leckeres Essen kostet nicht mehr als 4,40 Euro pro Tag.
Vor kurzem sorgten zwei Chemnitzer Professoren für Empörung, weil sie errechnet hatten, dass 132 bis 278 Euro monatlich zur Existenzsicherung reichten. Für die Wissenschaftler war das eine theoretische Abhandlung, aber für Hartz-IV-Empfänger wie Glinka und Meier stellt sich jeden Tag die Frage: Wie teilt man sich 351 Euro am besten ein?
Weil ein großer Betrag des Hartz-IV-Satzes, knapp 40 Prozent, für Essen und Trinken vorgesehen ist, fragten sich Glinka und Meier: Gibt es eigentlich ein Kochbuch für Arme? Eine Anleitung mit konkreten Angaben, wie man sich gesund ernährt und mit wenig Geld trotzdem gut über die Runden kommt? Ein paar Rezepte ließen sich zwar im Internet finden, aber nach einem kompletten Ernährungsplan fahndeten sie vergeblich. Und so machten sie sich daran, selbst einen zu entwerfen.
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